Erfahrungsbericht von Kathrin

 

Warum hast du den Kurs gemacht?

 

Ich hatte mit Anfang 20 oft Panikattacken. Den Kurs wollte ich unbedingt machen, um auszuschließen, dass mir das während der Geburt passiert. Ich wollte eine Anleitung haben, wie ich mich während der Geburt verhalte. Vor der Geburt bin ich über Gespräche mit Freunden, die auch in deinem Kurs waren, und mit meiner Hebamme auf das HypnoBirthing aufmerksam geworden. Ich hatte das Gefühl, das ist genau die Vorbereitung, die ich brauche. Dann habe ich mich bei dir angemeldet.

 

Wie fandest du den Kurs?

 

 

Für mich war es genau das, was ich mir erhofft hatte. Schon beim ersten Kursabend hast du uns empfohlen, nicht die Geburtsgeschichten von andern anzuhören. Das war in Vorbereitung auf meine Geburt wirklich ein guter Rat. Vor meiner ersten Geburt habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie meine Geburt sein könnte. In Filmen ist der Ablauf ja oft sehr dramatisch. Angst vor der Geburt hatte ich vor der Schwangerschaft jedoch nicht. Ich hab mir darüber wirklich gar keine Gedanken gemacht. Aber als ich dann schwanger war, hatten viele meine Bekannten das Bedürfnis, ihr Geburtserlebnis auf mich zu projizieren. Deren Erlebnisse waren aber oft sehr traumatisch, so dass ich richtig große Angst bekommen habe.

Besonders gut fand ich, dass der Kurs meinen Mann und mich noch mal näher gebracht hat. Wir haben bei dir ja einige Übungen gemacht, auch Partnerübungen, oder auch die Gespräche, die wir in Vorbereitung auf die Angstauflösung als Paar gemeinsam machen sollten oder die Gedanken, die wir uns zur Geburtswunschliste gemacht haben. All dies hat hat dazu geführt, dass wir viel über meine und auch seine wünsche für die Geburt gesprochen haben und das hat uns wunderbar vorbereitet. Mein Mann hat in diesen Wünschen auch seine Aufgaben für die Geburt entdeckt.

 

Wie war dann die Geburt eures Babys?

 

Die Geburt begann mit einem Blasensprung zu Hause. Wir sind dann ins Krankenhaus gefahren. Dort hat man mir leider zuerst ein bisschen Angst gemacht. Mir wurde gesagt, dass spätestens 24 Stunden nach dem Blasensprung eingeleitet wird. Aus deinem Kurs wussten wir ja, dass das Einleiten so ziemlich alle HypnoBirthing-Elemente ausser Kraft setzt. Das wollte ich auf keinen Fall.

Ich hatte dann Glück, dass es von allein losging. Ich habe von Anfang an die HypnoBirthing-Atmung gemacht. Als die Wellen im Abstand von fünf Minuten kamen, bin ich in den Geburtssaal gegangen. Mein Mann durfte durch Corona erst dann zu mir kommen. Während der Geburt hat eine Hebammenschülerin noch ihre Prüfung absolviert. Deshalb waren wir die ganze Zeit nicht allein.

Die Wellenabstände wurden schnell kürzer. Ich hab die ganze Zeit über bewusste geatmet, wie ich es in deinem Kurs gelernt habe. Mein Mann hat mir zwischendurch immer mal die Hilfesätze gesagt, die du uns mitgegeben hast. Das war sehr schön. Außerdem war er sehr rücksichtsvoll während der Geburt. Immer, wenn eine Welle kam und ich mit geschlossenen Augen geatmet und entspannt habe, hat er gewartet. Zwischen den Wellen haben wir uns unterhalten.

Zum Ende hin hatten die Hebammen noch aktive Dinge von mir eingefordert, z.B. dass ich mich hinstellen soll oder im Zimmer umhergehe. Ich hatte aber das Bedürfnis, einfach nur liegen zu bleiben. Ich blieb auf dem Rücken liegen und hatte die Beine angewinkelt. Die Hebammen haben meine Füße gestützt. Dann ging alles ganz schnell. Ich folgte den Anleitungen der Hebammen. Als mein Baby dann da war, habe es selbst gegriffen und mir auf die Brust gelegt.

Schön fand ich, dass die Hebammen uns gefragt haben, welche Wünsche wir haben. Uns war wichtig, keine Schmerzmittel zu bekommen und die Nabelschnur auspulsieren zu lassen. Mein Mann hat die Nabelschnur durchgeschnitten.

 

Ich hatte während der Geburt durchweg ein schönes Gefühl. Wir haben auch den Eindruck, dass sich dieses positive Erlebnis auch auf unser Kind übertragen hat. Er ist ein entspanntes, ruhiges Kind, das von Anfang an wenig geweint hat.   

 

Gibt es etwas, das du anderen Frauen ans Herz legen möchtest?

 

Am wichtigsten ist dein bereits genannter Rat: Sobald du schwanger bist, höre dir keine Geburtsgeschichten von anderen Frauen an. Jede Geburt ist anders und die eigene wird nicht so werden wie die gehörte.